Geilenkirchen, 08.09.2019, von Jessica Sybertz

Erfolgreiche Personenrettung durch THW-Jugend

Ein vorbereitetes Übungsszenario für vier THW-Jugendgruppen aus Aachen, Eschweiler, Herzogenrath und Jülich verlangte am Samstag auf dem Übungsgelände in Teveren vollen Einsatz von den knapp 70 Jugendlichen. Getreu dem Motto der THW-Jugend: „spielend helfen lernen“ wurden drei verletzte Personen erfolgreich gerettet.

Vier Jugendgruppen aus dem Bezirk Aachen arbeiteten Hand in Hand das Szenario ab. Foto: Jochen Schüsseler

Geilenkirchen/Teveren. Die Personensuche, das Absichern einer Unfallstelle, der Aufbau einer Fernmeldeverbindung sowie die Verletztenbetreuung mit anschließender Rettung waren die Schwerpunkte des Szenarios am Samstagvormittag. Die Jugendlichen, ihre Betreuer und weitere Unterstützer für die Übung reisten am Samstagmorgen mit Großfahrzeugen des THW in Teveren an. Zunächst wurden Zelte und Bänke aufgebaut und gemeinsam gefrühstückt. Nach Einteilung der Jugendlichen in sechs Übungsteams erhielten sie auch schon den Einsatzauftrag: "Suchen und Retten von drei vermissten Personen".

Mittels Suchketten wurde der Übungsbereich abgesucht und die Vermissten konnten schnell gefunden werden. Die anschließende Rettung gestaltete sich jedoch schwieriger. Alle Personen befanden sich in einem sehr engen, durch Holz versperrten und einsturzgefährdeten alten Bunker. Nach kurzer Absprache im Team wurden notwendige Geräte von den Fahrzeugen geladen: Sägen, Holz und Stützen für eine Deckenabstützung sowie eine Trage zum Transport der Verletzten. Um untereinander und mit der Übungsleitung zu kommunizieren wurde eine Fernmeldestrecke aufgebaut. Sollte es zu einem Netzausfall kommen kann mithilfe der Feldkabel und Feldtelefone weiter kommuniziert werden.

Zeitgleich bereiteten die größeren Jugendlichen bereits die weitere Rettung vor. Ihre Aufgabe war es, die Verletzten für den Abtransport mit einem Rettungshubschrauber vorzubereiten. Da die Landung des Hubschraubers nur auf dem Berg möglich ist musste ein Weg gefunden werden, die Verletzten dort hoch zu bringen. Mithilfe von Leitern, Holzbalken und Seilen bauten sie eine passende Konstruktion auf, den sogenannten Leiterhebel.

Der Leiter der Bezirksjugend Aachen, Dennis Leyens, zeigte sich am Mittag begeistert: "Es ist schön zu sehen, wie schnell die Teams eine Lösung für die komplizierte Rettung finden und das Übungsszenario erfolgreich abarbeiten." Die Übergabe der Verletzten an den Rettungshubschrauber erfolgte am Mittag. Nach einer Mittagspause mit Verpflegung durch die Logistikgruppe aus Aachen wurde am Nachmittag noch die Rettung eines festgefahrenen Fahrzeugs geübt.

Insgesamt waren fast 100 Ehrenamtliche an der Übung beteiligt. Im Bezirk Aachen, wozu die Städteregion Aachen, der Kreis Düren und der Kreis Euskirchen gehört, gibt es zwölf THW Jugendgruppen. Regelmäßig werden gemeinsame Ausflüge und Übungen organisiert. Interessierte können auf http://www.thw-euregio.de den THW-Ortsverband in ihrer Nähe finden.

Fotos: Ernst Spaltner, THW Eschweiler u. Jessica Sybertz, THW Jülich


  • Vier Jugendgruppen aus dem Bezirk Aachen arbeiteten Hand in Hand das Szenario ab. Foto: Jochen Schüsseler

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